O2 Free - das Ende der Datenautomatik?

O2 hat dieser Tage die neuen O2 Free Tarife vorgestellt und mit einigen Werbeaufwand eingeführt. Dabei handelt es sich um klassische Allnet Flat Tarife, denn schon der "kleine" O2 Free S bietet unbegrenztes Telefonieren und eine SMS-Flat dazu. Aber das eigentlich Neue ist die includierte Datenflat. Diese wird zwar nach dem Verbrauch von 200 MB Datenvolumen mit LTE max (bis zu 225 Mbit/s) ausgebremst. ABER!!! Danach surfen Sie mit einer verminderten Übertragungsgeschwindigkeit von bis zu einem Mbit/s weiter. Das heisst, Sie können Ihr Handy auch weiterhin für gängige Anwendungen wie Whatsapp nutzen. Sie bleiben nicht beim Download von Bildchen und kleinen Videos hängen, und, und ... Sollten mehrere Anbieter diesem Beispiel folgen und eine annehmbare unendliche Surfflat auf den Markt bringen, könnte das das Ende der Datenautomatik bedeuten. Allerdings werden auch viele Kunden überlegen, warum mehr Geld für größere Datenvolumen zahlen. Nicht jeder braucht (und bekommt) 50 Mbit/s und mehr für die Datenübertragung.

Dafür sind die Tarife aber auch nicht ganz günstig. Den O2 Free S gibt es ab einer monatlichen Grundgebühr von 24,99 Euro. Die Tarifvarianten M, L und XL bieten für eine jeweils höhere Grundgebühr entsprechend mehr Datenvolumen mit der maximalen LTE-Übertragungsrate. Aufgrund des Preises richten sich die O2 Free Tarife in erster Linie an Vieltelefonierer, die ihr Handy auch ausgiebig für die Nutzung des mobilen Internets benötigen.

Zu allen Tarifen wird aktuell noch ein GB Surfflat und eine Telefonflat im EU-Ausland spendiert. Auch das könnte natürlich ein zusätzlicher Kaufanreiz sein.