Was bedeutet Datenautomatik?

WinSIM AktionAllnet Flat Tarife sind vor allem bei Smartphone-Besitzern beliebt. Der Mobilfunkkunde bezahlt einen monatlichen Pauschalpreis und erhält dafür verschiedene Leistungen. Zu diesen gehört eine Flatrate für das mobile Internet. Das Standard-Datenvolumen ist in der Regel 500 MB groß. Mittlerweile wurde der Umfang des Datenvolumens jedoch in vielen Fällen dem Bedarf angepasst und beträgt ein GB und mehr. Dabei gilt, je größer das Datenvolumen, desto höher die monatlichen Pauschalkosten des Mobilfunkvertrages. Der Kunde kann mit seinem Smartphone via UMTS oder LTE mit einer hohen Geschwindigkeit im Internet surfen. Ist das vereinbarte Datenvolumen verbraucht, wird die Übertragungsgeschwindigkeit automatisch gedrosselt. Sie können jedoch "theoretisch" ohne zusätzliche Kosten weiterhin im mobilen Internet surfen. Die Drosselung erfolgt in den meisten Fällen auf GPRS-Standard, welcher mit 64 kbit/s den Namen (Geschwindigkeit) kaum noch verdient hat und nicht mehr zeitgemäß ist. Immer mehr Anbieter führen an dieser Stelle die Datenautomatik ein, durch die sich einiges ändert. Eine rühmliche Ausnahme bilden die Free-Tarife von O2. Hier wird die Übertragungsgeschwindigkeit (unendlich) auf nur ein Mbit/s gedrosselt. Mit dieser Bandbreite können Sie auch auf Dauer noch recht ordentlich arbeiten. Telekom-Tarife ab Magenta M bieten diese Freiheit zumindest für das Streamen von Musik und Videos.

Datenautomatik heisst, dass Sie nach Verbrauch des includierten Datenvolumensnicht mehr direkt gedrosselt werden und ohne Einschränkungen weitersurfen können. In diesem Fall wird die Datenautomatik aktiviert, die dafür sorgt, dass Sie weiterhin mit der maximal möglichen Geschwindigkeit im Internet surfen können. Die Höhe des zusätzlichen Datenvolumens und die Kosten hängen vom jeweiligen Mobilfunktarif ab. Über den Mobilfunkvertrag wird der Preis für das zusätzliche Datenvolumen automatisch in Rechnung gestellt und abgebucht. Erst wenn das zusätzliche Datenvolumen verbraucht ist, tritt die vorgenannte Regelung in Kraft. Der Kunde wird gedrosselt und kann nur noch mit geringer Geschwindigkeit im mobilen Internet surfen. So generieren die Mobilfunkbetreiber durch die Datenautomatik zusätzliche Einnahmen.

Die sogenannte feste Datenautomatik bedeutet, dass diese nicht abgestellt oder unterbunden werden kann. Sie ist fester Bestandteil des Vertrages. Bei einigen Anbietern, beispielsweise Vodafone, kann man die Datenautomatik aktiv unterbinden oder sie wird ohnehin nur optional angeboten.

Sinn und Zweck

Durch die Datenautomatik ändert sich einer der Hauptaspekte der beliebten Allnet Flat. Der Kunde bezahlt nicht mehr wie bisher eine feste Pauschale, sondern muss je nach Nutzung mit zusätzlichen Kosten rechnen. Diese im Vergleich zur regulären Grundgebühr oft unverhältnismäßig hohe Zusatzkosten, sind in meinem Tarifvergleich durch ein Warnsymbol gekennzeichnet. Orange heisst, dass die Datenautomatik voreingestellt ist, aber deaktiviert werden kann. Ein rotes Warnzeichen bedeutet, dass die Datenautomatik fester Tarifbestandteil ist und nicht abgewählt werden kann.

Viele Allnet Flat-Anbieter nutzen bereits die Datenautomatik

Die neuen Blue-Tarife von O2 sind alle mit LTE und der Datenautomatik ausgestattet. Seit Februar 2015 sind diese Tarife für alle Neukunden gültig. Wer einen neuen Vertrag bei O2 abschließt, der erhält automatisch diese Option. Auch beim Mobilfunkriesen Vodafone müssen die Kunden mit höheren Kosten rechnen.

Bei der Allnet Flat von O2 gibt es maximal 3 automatische Aufladungen. Erst wenn diese verbraucht sind, werden die Kunden automatisch auf 32 KBit/s gedrosselt. Die Datenautomatik kann bei O2 ausschließlich über die Kundenbetreuung gekündigt werden. Bei Vodafone gibt es ebenfalls 3 Aufladungen mit einer anschließenden Drosselung auf 32 KBit/s. Eine manuelle Deaktivierung der Automatik ist nur per SMS an den Kundenservice möglich. Im Vergleich zu der Deaktivierung bei O2 können Vodafone-Kunden die Automatik nicht dauerhaft deaktivieren. Bei den preislich oft sehr günstigen LTE Allnet Flats der Drillisch-Gruppe (Yourfone, smartmobil.de u.a.), ist die Datenautomatik hingegen häufig nicht kündbar.

Datenautomatik verhindern

Hier ist also Obacht geboten, wenn man zusätzliche Kosten vermeiden will. Gerade bei den sonst so günstigen Allnet Flat Tarifen der Drillisch-Gruppe ist die Datenautomatik auch im Preis sehr üppig (100 MB für zwei Euro) und nicht deaktivierbar. Einige Marken (zum Beispiel winSIM) bieten die Möglichkeit, über den Kundenzugang online den Verbrauch zu kontrollieren. Besser ist es, gleich ein entsprechendes Limit im Handy einzurichten. Das geht bei den meisten Geräten recht unkompliziert.

DatenverbrauchÜber die Einstellungen gelangt man zu "Drahtlos & Netzwerke" und wählt den Menüpunkt "Datenverbrauch" aus. Dort passt man den Datenverbrauchszyklus an den eigenen Abrechnungszeitraum an. Diesen finden Sie in Ihrer Rechnung. Darunter befindet sich ein Diagramm, in dem man über die untere Linie zunächst ein Warnlimit einstellen kann. Hierzu muss die Linie lediglich per Touch verschoben werden. Klickt man "Limit für mobile Daten festlegen", erscheint zusätzlich eine rote Linie. Mit dem vorgenannten Procedere kann man den Datenverbrauch überwachen und begrenzen.

Übrigens, die Datenautomatik funktioniert nur im Inland, im Ausland bleibt diese Option deaktiviert.